Biennales Festival für audiovisuelle Kunst im Hochmoor Gais AR
4. bis 14. September 2025
Biennales Festival für audiovisuelle Kunst im Hochmoor Gais AR
4. bis 14. September 2025

Die Ausgabe 2025 übertraf die Erwartungen

Das Solokonzert der dänischen Posaunistin Maria Bertel setzte einen fulminanten Schlusspunkt unter das Festival 2025, das nach zehn Tagen erfolgreich zu Ende ging. Nein, das Wetter war es ganz sicher nicht, was dazu beigetragen hat, dass die fünfte Ausgabe von KLANG MOOR SCHOPFE die Erwartungen übertraf. Es war immer wieder regnerisch und herbstlich kühl, und an einigen Tagen fegte ein ungemütlicher Biswind über das Moor. Das Publikum liess sich davon nicht abhalten. Die gegenüber 2023 nochmals deutlich gestiegene Zahl von 3300 Besuchenden (Installationen und Begleitprogramm) belegt eindrücklich, dass KLANG MOOR SCHOPFE kein Schönwetter-Event ist, sondern durch die künstlerische Qualität der Installationen und das höchst vielfältige, attraktive und überraschungsreiche Begleitprogramm überzeugt. Neben neu gewonnen Gruppen von spezifisch Interessierten kann das Festival mittlerweile auf ein eigentliches Stammpublikum zählen.

Bespielt wurden 12 Schöpfe auf dem Festivalgelände sowie das Museum Gais und erstmals die reformierte Kirche Gais, wo Peter Conradin Zumthor sein Glockenprojekt «con sordino» realisierte. Mit den zwei «Aussenspielstellen» und der Festivaleröffnung auf dem Dorfplatz wurde in noch stärkerem Masse das Dorfzentrum von Gais in die Aktivitäten des Festivals eingebunden.

Das ausgebaute niederschwellige Vermittlungsangebot mit Artist Talks, Workshops, Soundwalks und geführten Rundgängen zu den Installationen stiess auf sehr grosse Nachfrage. Aber auch die Konzerte und Sound Performances, die Diskussionen und Panel-Gespräche sowie die von sieben Ostschweizer Partnerinstitutionen kuratierten Veranstaltungen fanden regen Anklang. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Bei den Begleitveranstaltungen wurden 1500 Einzeleintritte verzeichnet. Das ist dreimal mehr als 2023.

Der Austausch mit der experimentellen Musikszene der Westschweiz ist dem künstlerischen Leiter und Initiator Patrick Kessler ein grosses Anliegen. Erfreulich, dass auch 2025 die Gelegenheit vom Publikum genutzt wurde: Das Panel-Gespräch und die drei qualitativ herausragenden Konzerte, mit denen sich das Lausanner Avantgarde-Festival LUFF präsentierte, waren sehr gut besucht. Zum erfreulichen Ergebnis beigetragen haben zudem eine Reihe von Neuerungen und Optimierungen, insbesondere im Bereich der Festivalgastronomie, was sich in höheren Einnahmen niederschlug.

Ausführlicher Schlussbericht

22.12.2025/esc
Foto: KMS/Jürg Hut