Das Festival KLANG MOOR SCHOPFE präsentiert internationale Klangkunst in einer einzigartigen Kulturlandschaft: Das Appenzeller Hochmoor «Schopfe» am Fuss des Hirschbergs mit seiner spezifischen Tier- und Pflanzenwelt und den charakteristischen kleinen verstreuten Scheunen bildet das räumliche und akustische Umfeld. Zwölf ursprünglich landwirtschaftlich genutzte Riedgras-Scheunen werden von den eingeladenen Künstler*innen mit ortsspezifischen audiovisuellen Installationen bespielt.
Das kleinräumige offene Festivalgelände erlaubt den Besucher*innen, auf einem rund zweistündigen Rundgang die verschiedenen Installationen zu «erwandern». Dabei verbinden sich die künstlerischen Klanginstallationen, die archaische Architektur der Schöpfe und die Moorlandschaft zu einem alle Sinne ansprechenden Gesamtkunstwerk, das ein breites Publikum zu faszinieren vermag.
Das Festival KLANG MOOR SCHOPFE will ein vielfältiges Spektrum zeitgenössischer audiovisueller Kunst in einem speziellen geografischen Raum hör- und erlebbar machen. Die eingeladenen nationalen und internationalen Kunstschaffenden setzen sich bei der Kreation der Werke für «ihren» Schopf mit den landschaftlichen Gegebenheiten und der Situation vor Ort auseinander.
Die einfachen, zweckmässigen Holzscheunen, die einst als Depot für das Riedgras dienten, prägen die Kulturlandschaft. Die Scheunen sind den im Laufe der Zeit wechselnden Bedürfnissen angepasst worden und bilden architektonische Unikate. Die einfachen, unterschiedlich grossen Innenräume beeinflussen durch ihre Form und ihre Materialität die Akustik.
Viele der Künstler*innen arbeiten an der Schnittstelle von experimenteller Musik, bildender Kunst und Wissenschaft. Das Festival trägt dieser Interdisziplinarität mit einer Reihe von Veranstaltungen Rechnung, die es ermöglichen, die beteiligten Künstler*innen und ihr experimentelles Schaffen über die präsentierte Installation hinaus kennenzulernen. Dazu gehören Artist Talks, Konzerte, Live-Performances, Video Nights und andere Special Events mit den Künstler*innen.
Der intime Charakter des Festivals und die Anwesenheit der beteiligten Künstler*innen vor Ort erlauben sowohl einen intensiven Austausch unter den beteiligten Künstler*innen als auch direkte Begegnungen zwischen Publikum, lokaler Bevölkerung und Kunstschaffenden. Die Idee des Austauschs und der Begegnung wird durch das vielfältige Angebot von niederschwelligen Veranstaltungen gestützt.
Für Idee, Konzept und Kuratierung des Festivals KLANG MOOR SCHOPFE zeichnet der Musiker und Tonkünstler Patrick Kessler aus Gais verantwortlich.
2026 wurde das Festival mit dem Anerkennungspreis der Stiftung Landis & Gyr ausgezeichnet.
KLANG MOOR SCHOPFE on Vimeo:
Nicholas Schaerer, Mitglied des Kurationsteams, präsentierte KLANG MOOR SCHOPFE am Symposium über Klangkunst in der Schweiz als Teil des Ausstellungsfestivals KorSonoR 2023 in Genf. (Dauer 20 Min., englisch)
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KLANG MOOR SCHOPFE ist ein biennales Festival. Die erste Ausgabe fand 2017 statt. Internationale Künstler*innen wie Roman Signer, Albert Oehlen, Dimitri de Perrot, Svetlana Maraṧ, Nika Schmitt, Jacob Kirkegaard, Rie Nakajima, Alvo Noto, Cathy Eck, Cod.Act, Ryoichi Kurokawa, Jan Vorisek und Zimoun liessen sich von der Idee begeistern und bespielten mit einer eigens kreierten Klanginstallation einen der Schöpfe. Mit den bisher fünf Ausgaben hat sich KLANG MOOR SCHOPFE erfolgreich als biennales Festival für audiovisuelle Kunst in der Schweizer Kulturszene etabliert. 2025 besuchten trotz eher schlechten Wetterbedingungen rund 3300 Interessierte das Festival in Gais.
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