Edition 2019

Künstler*innen

  • Dimitri de Perrot (CH): KLIRR

Wer zählt, zerbricht immer auch ein „Ganzes“ und beginnt es zu teilen, in eine Ordnung zu bringen. Anfang von Zuordnungen und Aneignungen und Verbindlichkeiten. Anfang vielleicht auch eines „gleichgeschalteten“ und verordneten Denkens, Ende der sprachlosen und zahllosen Verbundenheit mit „dem da draussen“, was wir hören, sehen, fühlen, spüren.

  • Noise Aquarium (USA/AT) 

Wie reagiert eigentlich Plankton auf Lärm? «Noise Aquarium» ist eine interaktive und interdisziplinäre Wunderwelt und vereint die Arbeit von Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Technolog*innen. Allein die Anwesenheit des Publikums beeinflusst das Plankton und zeigt: Wir müssen unsere Herangehensweise an das Leben auf unserem Planeten von Grund auf überdenken.

  • Julie Semoroz (CH)

Julie Semoroz ist Sängerin und Klangkünstlerin. Ihre Werke basieren auf verschiedenen Quellen wie Feldaufnahmen und ihre eigene Stimme, welche sie mit elektronischen Mitteln weiterentwickelt. Das Resultat: Musik für einen Roadtrip, der Licht ins Dunkle bringt, bis tief in das eigene Unterbewusstsein. Irgendwo zwischen kultureller Innovation und politischer Vereinnahmung. In aller Kürze: Musik für uns – die postindustrielle Konsumgesellschaft.

  • Nika Schmitt (LUX)

Geräusche, Gerüche, Visualisierungen oder Berührungen: Nika Schmitt schafft multisensorische Installationen, die entweder mit der Umgebung kollidieren oder sie verstärken. Klang, Licht und mechanisch bewegte Materialien dienen ihr dabei als Mittel, innerhalb bestehender Grenzen exponentiell wiederholende Loops zu schaffen. Die luxemburgische Künstlerin manipuliert dabei die Erfahrung der vergehenden Zeit und ermöglicht dem Publikum so, aktiv teilzuhaben und sich in die Erfahrung integrieren zu können.

  • Ludwig Berger (IT/CH): Bien

In einem Holzmodell des Schopfes im Maßstab 1:8 lebt ein Bienenvolk. Acht Kontaktmikrofone nehmen die Vibrationen des Superorganismus in seinem Wachs auf. An den entsprechenden Positionen im Schopf sind acht Körperschallwandler befestigt, welche die Klänge des Biens in Echtzeit in das Holz übertragen. Der Schopf wird zum akustischen Modell des Bienenstocks im Massstab 8:1.

  • Georg Breinschmid & Theresa Pewal (AT): Gais ist schön

Vom Dorf in den Schopf: Im Mai 2019 sind Fotografin Theresa Pewal und Kontrabassist/Komponist Georg Breinschmid an zwei Tagen durch Gais spaziert und haben Menschen, Ortsbewohner,Passanten, Straßenarbeiter, Wirte, Fischverkäufer und viele mehr um ein paar persönliche Worte über Gais gebeten. Dabei ist eine Collage entstanden, die die Menschen von Gais in ihrer grosser Vielfalt visuell und klanglich darstellt.

Aus Wörtern, Satzfetzen und Fragmenten sind kleine musikalische Tracks entstanden, die unmittelbar Bezug auf die Appenzeller Sprachmelodien und –rhythmen nehmen. Die Klänge werden dabei durch die Fotografien Pewals visuell komplettiert.

  • Jacob Kirkegaard (DK)

Jacob Kirkegaard pflegt eine alchemistische Herangehensweise an die Kunst und versteht es, mittels Komposition, Installation, Video und Fotografie komplexe Phänomene greifbar zu machen. Auf wissenschaftlichem Eifer fussend, geben seine Darstellungen jedoch keine Antworten, sondern schaffen Raum für Reflexionen. Die Klangarbeiten des 1975 geborenen Dänen konzentrieren sich auf Unerhörtes: So hat er beispielsweise Geräusche von Vulkanerde, Eis, atmosphärischen Phänomenen, Kernkraftwerken und verlassenen Orten eingefangen und erforscht. Er ist Gründungsmitglied des Klangkunstkollektivs freq_out.

  • Ramon De Marco (CH): more moor

Dreidimensionalen Fieldrecordings aus dem Hochmoor bei Gais werden durch temporale und spektrale Manipulationen geschickt in einander verwoben, so dass eine stetige Transformation von Zuständen stattfindet. Der Fokus liegt dabei sowohl auf Orten und Situationen der Stille aber auch des Lärmes – denn Stille ist relativ: Wir können sie in ihrer absoluten Form gar nicht erleben. Wo Stille ist, ist auch immer Klang.

  • Jan Vorisek (CH) 

 

Jan Vorisek kreiert arretierte Performances – Objekt gewordene Aktionen, die abklingen, nachklingen, widerhallen. Der Künstler lebt und arbeitet in Zürich und schafft Skulpturen und Installationen mit improvisierter Musik und Geräuschen. Es sind ortsspezifische Kommentare mit Assemblagen, die aus gebrauchtem und gefundenem Material bestehen, irgendwo zwischen Gift Shop und Photoshop. Ein Happening, das jeden Winkel bespielt, materiell oder gestisch, kinetisch und doch fast unbewegt. Vorisek ist Co-Organisator der Klubnachtreihe «House of Mixed Emotions H.O.M.E.»

  • A3 [Atacama x Amazon x Alps] (CH/BR/CL)

A3 [Atacama x Amazon x Alps] widmet sich Grundsätzlichem: dem Wasser. Im Rahmen von  «COINCIDENCIA – Swiss & South American Cultural Exchanges» der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia bietet die Kooperation von Klang Moor Schopfe mit dem Novas Frequências in Rio de Janeiro, dem Mapping Festival in Genf und dem Tsonami Festival in Valparaíso Sound-Künstler*innen aus Brasilien, Chile und der Schweiz die Möglichkeit, in Residenzen in der Atacama-Wüste, im Regenwald des Amazonas und in den Alpen das Thema aus verschiedensten Blickwinkeln anzugehen.

  • Marco Barotti (IT/DE): Clams

In nature, clams are detectors of pollutants; they serve as tiny filtration systems. Inspired by this natural phenomenon, Marco Barotti is now presenting his new work Clams, a kinetic sound installation triggered by water quality. Real-time data is streamed by a sensor and converted into an audio signal. The audio signal generates a live evolving soundscape which initiates the opening and closing movements of the Clam sculptures. Sound and motion unite to create an experience that allows the audience to see and hear the water quality in real time. The Clams sculptures are made from recycled industrial plastic waste. The artwork intends to raise awareness about water and plastic pollution.

  • Serafin Aebli (CH)

Serafin Aebli, geboren 1994, ist Musiker und Künstler und wohnt in Basel. Er studierte in Bern Musik und Medienkunst und war danach am Schauspiel Frankfurt in der Tonabteilung tätig. Zurzeit beschäftigt er sich vermehrt mit eigenen Projekten – er arbeitet sowohl installativ als auch in der Produktion.

  • Norient (CH)

 

Rahmenprogramm 2019

Team

Patrick Kessler, Künstlerische Leitung www.bassilikum.ch

Bea König, Kommunikation und Finanzen www.koenigkultur.ch

Roman Bühlmann, Social Media und Medien

Marianne Höhener & Team, Koordination Freiwillige und Restauration Piccolo Arsenale

Markus Wicki – Buffet für Gestaltung,  visueller Auftritt buffet.nu

Albert Oehlen, Künstlerischer Support

Serafin Aebli & Jaronas Hoehener, Technischer Support

 

Unterstützungen

Das Audio-Festival Klang Moor Schopfe 2019 wird von verschiedenster Seite grosszügig unterstützt.

Wir bedanken uns herzlich!

Finanzielle Unterstützungen
Schweizerische Kulturstiftung Pro Helvetia
Kulturförderung Appenzell Ausserrhoden
Metrohm Stiftung
Migros-Kulturprozent
Fondation Nestlé pour l’Art
Gemeinde Gais
COINCIDENCIA – Swiss & South American Cultural Exchange
Kulturförderung Kanton St. Gallen
Ars Rhenia Stiftung
Lienhard-Stiftung
Hans und Wilma Stutz-Stiftung
Steinegg-Stiftung
Dr. Fred Styger-Stiftung
Kanton Appenzell Innerrhoden, Swisslos-Fonds
Tisca Tischhauser Stiftung
Stiftung Erna und Curt Burgauer
Appenzellische Gemeinnützige Gesellschaft AGG
Schützengarten AG
Österreichisches Kulturforum
Arnold Billwiler Stiftung
Heimatschutz Appenzell Ausserrhoden

Sachsponsoring
Appenzeller Bahnen
SAK – St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG
Schützengarten AG
Goba AG – Mineralquelle und Manufaktur
amiata GmbH – Weingenuss pur
Frehner Holzbau AG Gais
Ornithologischer Verein Gais
Drogerie Hermann Gais
Restaurant Unterer Gäbris Gais

Schopfe — Wir danken den Besitzer*innen herzlich, die ihre Schöpfe für die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben: Familie Heim Oberzwislen, Familie Heim Schachen, Familie Mösli Rietli, Familie Ingold Rietlihof, Familie Langenegger Bommes, Familie Ziegler Aeusserer Sommersberg, Familie Waldmeier Gaiserau, Yvonne Eisenreich und Stefan Bodenmann Brunnenau, Familie Hofstetter, Schachen Zwislen, Sportschützen Gais, Flurgenossenschaften Rotmeer-Hackbühl und Brunnenau

Helfer*innen, Imker*innen und Moderator*innen — Wir danken Ana Ascencio, Stefan Baumann, Theresa Beyer, Johannes Bodenmann, Christof Dietler, Chico Dub, Marcel Elsener, Stefan Enz, Rainer Ernst, Peter Freund, Fernando Godoy, Martin Grosjean, Frank Heer, Huldi und Ruedi Heim, Simon Hermann, Ernst Jäggli, Ernst Koller, Walter Langenegger, Norbert Möslang, Röbi Nagel, Benno Pfister, Grischa Schläpfer, Esther Schmid, Kristin Schmid, Beat Signer, Herbert Staub, Hampi Tanner, Heidi und Christian Ziegler, Familie Zwyssig und allen Freiwilligen im Piccolo Arsenale und im Gelände.

 

IN DEN MEDIEN

 

St.Galler Tagblatt, 29.05.2019

Annabelle, Juli 2019

Digital Brainstorming, August 2019

Kulturtipp, 15.08.2019

Anzeige-Blatt Gais, 27.8.2019

St.Galler Tagblatt, 29.08.2019

Radio SRF 1, 29.08.2019

Saiten, 30.08.2019

Aargauer Zeitung, 02.09.2019

Blick, 02.09.2019

SRF 2 Kultur, 02.09.2019

ArtTV, 03.09.2019

SRF 2 Kultur, 03.09.2019 (ab 34:25)

TVO, 04.09.2019

SRF Tagesschau, 05.9.2019

Saiten, 05.09.2019

TAZ Die Tageszeitung, 19.09.2019